Der Fuderheuberg

Ausgangshöhen bei ca. 480 m
Gipfelhöhe: 1321 m
Ausgangspunkte zum Fuderheuberg:
  • Piding-Staufenbrücke an der Kapelle und gegenüber Saalachsteg,
    Hauptrichtung dieses Anstiegs führt über den gesamten Bergrücken zum Gipfel.
  • Urwies – Mayralm – Heubergsattel, von hier aus
    > links über Vorderstaufen zum Fuderheustein
    > rechts über Steinerne Jäger zum Hochstaufen
    > Abstieg über Buchmahd - Padinger Alm nach Reichenhall

Mit Aufstiegszeiten von den genannten Ausgangspunkten muss mit jeweils 2 ½ bis 3 Std. gerechnet werden. Der Aufstieg zum Hochstaufen mit dem Reichenhaller Haus mit weiteren 2 Std. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit ist von allen Ausgangspunkten zum Fuderheustein oder Hochstaufen erforderlich. Nach dem neuen Wegebeschilderungssystem sind alle Aufstiege Fuderheustein mit ROT, der Anstieg auf den Staufen über die "Stanan Jaga" ist SCHWARZ eingestuft. Abkürzungen vom markierten Wegenetz sind zu unterlassen. Auf den Steilen, mit Gras bewachsenen Bergflanken des Fuderheubergs besteht höchste ABSTURZGEFAHR. Besonders heikle Wegabschnitte und der Gipfelanstieg sind mit Stahlseilen gesichert.
Kommt man diesen Kriterien nach ist eine Bergtour auf den Fuderheustein ein herrliches Erlebnis mit wunderbaren Ausblicken nach Piding, dem Alpenvorland mit seinen Seen, dem Reichenhaller Talkessel und der grandiosen Berchtesgadener Bergwelt.
Da für Auf- und Abstieg mit einer Gehzeit von ca. 5 Std. zu rechnen ist, sollte ausreichend Trinkbares in den Rucksack gepackt werden, weil weder an einer Quelle oder bewirtschafteten Hütte der Flüssigkeitsbedarf ergänzt werden kann. Ausreichend trinken schützt vor Erschöpfung, Krämpfen und Nebenwirkungen durch Flüssigkeitsmangel.

Wegewart Jahresbericht 2015

Liebe Bergfreunde!
Die Wegearbeiten am Heubergsteig in den letzten Jahren haben sich gelohnt. Zeitig im Frühjahr berichten Bergsteiger von einigen kleinen umgestürzten Bäumen über den Weg von Mauthausen auf den Fuderheuberg. Alle sind leicht zu übersteigen. Unsere Gruppe, mit Erika, Uschi, Thomas, Günther, Rudi und ich starten am 11.5.2015 die gemeldeten Hindernisse am Heubergsteig zu beseitigen.
Schon bald war die erste Hürde erreicht. Die Motorsäge ausgepackt, ein paar Startversuche und die Säge läuft.
Eine Fichte mit 20 cm Durchmesser lag quer über den Weg. Bis zum Wurzelstock oberhalb sind’s 8m. Kurze Besprechung über die Vorgangsweise damit keiner vom nachrutschenden Baumstamm mit Wurzelstock in Gefahr kommt. Ebenso die Absicherung des Wegs von unten. Dies übernahmen Uschi und Erika. Mit mehren Schnitten nebeneinander konnte man die Spannungen im Stamm erkennen. Ein Schnitt von unten und die Baumkrone rutscht ein Stück nach unten und bleibt in den nächsten Bäumen hängen. Noch ein Stück vom oberen Stamm absägen, Astwerk vom Weg entfernen und der erste Arbeitspunkt ist erledigt. Alles wieder im Rucksack verstauen, aber bitte mit dem heißen Motorauspuff nicht den Rucksack verschmoren.
Ähnlich verlief es auch bei den nächsten Hindernissen. Alles konnte wieder unfallfrei erledigt werden. In diesem sehr steilen Gelände ist eine ruhige und überlegte Vorgehensweise lebenswichtig.
Auch alle Befestigungseisen und Stahlseile wurden kontrolliert und keine Mängel festgestellt. Die Erneuerung dieser Sicherungen hat zum sicheren Begehen unseres Steigs viel beigetragen.
Pech!! Thomas vermisst am Auto seinen Fotoapparat. Mit Rudi und ohne Rucksack ging’s nochmal eine Stunde rauf zum möglichen Verlierpunkt. Die Suche war erfolglos. Zeitig am nächsten Tag macht Thomas alleine einen neuen Versuch und jetzt erfolgreich. Nahe der vermuteten Stelle lag plötzlich der Gesuchte (seine noch nicht gespeicherten Urlaubsbilder waren für ihn fast wertvoller als das Gerät).
Im Laufe des Jahres wurden kleine Baumhindernisse gemeldet, aber keine Schäden am Weg oder an den Seilsicherungen.
Am 22. Sept. mit Standardwerkzeug, Fäustel, Handsäge und div. Schraubenschlüssel im Gepäck die Heubergrunde im Visier. Der Arbeitsaufwand war gegenüber den letzten Touren diesmal nicht sehr groß. So hatte ich Zeit einige unscheinbare Änderungen an den Seilsicherungen vorzunehmen. Unter anderem Seilklemmen anders montieren oder versetzen. Auch die Handsäge kam ein paarmal zum Einsatz. Stauden und Gebüsch am Weg der Nordseite zur Moaralm sind nächstes Jahr wieder einmal kräftig zurück zu schneiden.
Auch die Markierungen sind nach zu malen. Nach 7 Std. nur mit kurzer Brotzeit, wieder am Ausgangspunkt Mauthausen. Mittlerweile zwick’s nach dieser Zeit ganz schön in den Gelenken.
Ich danke meinen Helfern, welche stets um einen sicheren Zustand des Heubergsteigs bemüht sind.
Wünsche allen Bergfreunden und ihren Angehörigen in der Sektion ein gutes und unfallfreies Bergjahr 2016.

Euer Wegewart mit Team
Hans Feldbacher

 

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